Serbien

Balkankriege 1912 und 1913
Im ersten Balkankrieg besiegten die Serben und ihre Verbündeten, Bulgarien, Griechenland und Montenegro das Osmanische Reich. Das Osmanische Reichverlor fast alle europäischen Besitzungen durch den Vertrag von Londonvom 13.Mai. Bulgarien auf der einen und Serbien und Griechenland auf der anderen Seite gerieten jedoch in grossen Streit wer jetzt Makedonien nach der Eroberung bekommt. Kurz danach am 29. Juni unternahm Bulgarien, das es ein angriff ohne Befehl vom General auf Serbien geben sollte.

Serbien nach den beiden Balkankriegen 1913
So kam es zum Zweiten Balkankrieg in dem Serbien, gemeinsam mit Griechenland, Rumänien und dem Osmanischen Reich, Bulgarien in einer Gegenoffensive überwältigte. Konfrontiert mit dieser Übermacht blieb Bulgarien nur die Kapitulation. Es musste im Frieden von Bukarest vom August 1913 seine im Ersten Balkankrieg gewonnenen Territorien teilweise wieder abtreten.
Nach den Balkankriegen wurde der Nordwestliche Teil Makedoniens serbisch, der südliche Teil Makedoniens und der südwestliche Teil Thrakiens wieder griechisch.

Wirtschaft

Serbien gehörte im ehemaligen Jugoslawien zu den wirtschaftlich stärkeren Teilrepubliken und war geprägt durch Landwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt Serbiens sank von 1990 bis 2001, wegen des wegbrechenden Inlandsmarkts durch die Auflösung Jugoslawiens, wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit den Jugoslawienkriege sowie wegen der NATO-Angriffe während des Kosovo-Kriegs von 1999, um die Hälfte.


Außenhandel
Das Azssenhandelsbilanzdefizit stieg im Vergleich zu 2005 um knapp 11 %. Die Exporte stiegen 2006 um 41,4 % und betrugen 5.102,4 Mio. Euro; die Importe betrugen 10.462,6 Mio. Euro, was einer Steigerung von 24% entspricht. Haupthandelspartner Serbiens sind Russland, Italien und Deutschland


Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosequoten beträgt etwa 20 % (ohne Kosovo). Ein großer Teil der Wirtschaft wird durch bestimmt.
Der durchschnittliche Nettolohn in Serbien beträgt ca. 350 Euro (Stand: Januar 2007).


Landwirtschaft
Etwa 40 % der gesamten Fläche Serbiens sind agrarisch nutzbar. Die Landwirtschaft macht ca. 18 % des serbischen Bruttoinlandsprodukts aus. Rund 17 % der Gesamtbevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Aufgrund des günstigen Klimas gibt es in Serbien gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Die fruchtbarste Region ist die Pannonische Tiefebene im Norden des Landes (ProvinzVojvodina). Hauptanbauprodukte sindZuckerrüben, Mais, Kartoffeln, Weizen und Obst (v.a.Pflaumen, Himbeeren undÄpfel). Serbien zählt weltweit zu den größten Exporteuren von Himbeeren. Daneben wird auch Tierhaltung betrieben (v.a. Schweine und Rinder, im Südwesten Schafe). Der Weinbau spielt auch eine große Rolle, hier insbesondere im Weinbaugebiet Fruska Gora


Tourismus
Die Innenstadt von Belgrad
Nach dem Zerfall Jugoslawiens blieben Touristen wegen des Bürgerkrieges 1991 - 1995 weitgehend aus. Während 1987 noch 4,5 Millionen Touristen die jugoslawische Teilrepublik Serbien besuchten, waren es im Jahr 2005 nur noch etwas mehr als 400.000 ausländische Touristen. Durch verstärkte Investitionen in touristische Bereiche, in die Infrastruktur und mehr Werbung stiegen die ausländischen Besucherzahlen 2006 auf 470.000. Für 2007 wird ein weiterer Anstieg von ca. 20 % erwartet.
Die touristischen Hauptziele in Serbien sind die Großstädte Belgrad und Novi Sad, zahlreiche Kurorte, die Gebirge Kopaonik, Zlatibor und die Donau. Des Weiteren bietet Serbien zahlreiche Festungen und Klosteranlagen sowie eine Vielzahl von Seen und Schluchten, von denen das Eiserne Tor die größte ist. Viele dieser geografischen Besonderheiten sind als Natiolpark bzw. Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt.

 

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