Mazedonien/ Makedonija

Mazedonien ist ein Binnenstaat und grenzt an Serbien (teilweise an den Kosovo), Bulgarien, Griechenland und Albanien.
Mazedonien ist ein Gebirgsland mit mehreren Dutzend Zweitausendern, darunter einigen Gipfeln von 2700 bis 2.800 m. Der höchste Berg ist der Golem Korab.Der Fluss Vardar entspringt im westlichen Hochgebirge nahe der Grenze zu Albanien bzw. zum Kosovo und durchfließt das gesamte Land in Richtung Südosten.
Je etwa zwei Drittel Anteil gehört Mazedonien der Ohridsee . Diese Seen (Höhe 700 bzw. 900 m) sind etwa 400 km² groß und durch Tektonik in einer geologischen Schwächezone der Erdkruste entstanden. Der Ohridsee ist sehr tief und reich an Fossilien; beide Seen und der Nationalpark ringsum zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Klima ist im gebirgigen Landesinneren relativ rau. Generell liegt es im Übergangsgebiet zwischen dem mediterranen und dem kontinentalen Klima.
Bevölkerung
Ethnien
Nach der Volkszählung von 2002 setzt sich die Bevölkerung wie folgt zusammen:
• Slawische Mazedonier 1.297.981 (64,18 %)
• Albaner 509.083 (25,17 %)
• Türken 77.959 (3,85 %)
• Roma 53.879 (2,66 %)
• Serben 35.939 (1,78 %)
• Bosniaken 17.018 (0,84 %)

Sprachen
Die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist das Mazedonische, die Sprache mit der zweitgrößten Zahl von muttersprachlichen Sprechern das Albanische.Mazdedonisch wird im östlichen teil Mazedonisch gesprochn und albanisch ganz im Westen.
Größte Städte
Die größten Städte Mazedoniens sind nach der Volkszählung von 2002 (Einwohnerzahlen bezogen jeweils auf das Gebiet der gesamten Gemeinde):
1. Skopje 506.926
2. Kumanovo 105.484
3. Bitola 95.385
4. Tetovo 86.580
5. Gostivar 81.042
6. Prilep 76.768
7. Ohrid 55.749
8. Veles 55.108
9. Strumica 54.676
10. Štip 47.796

Geschichte Mazedoniens
Nur der südliche Teil der ehemaligen jugoslawischen Republik, also des heutigen Staates Mazedonien um Bitola, wurde in der Antike zur historischen Region Makedonien gezählt. Der nördliche Teil mit der Hauptstadt Skopje war in der Antike unter dem Namen Paionien bekannt.
• Vom 11. Jahrhundert bis Anfang des 15. Jahrhunderts Teil des serbischen Reiches.
• Vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis 1912 osmanische Herrschaft auf dem Gebiet der heutigen Republik Mazedonien.
• 1912/1913: Balkankriege, Ende der türkischen Herrschaft, die Region Makedonien wird zwischen Griechenland, Serbien und Bulgarien aufgeteilt. (Der serbische Teil, das später so genannte Vardar-Mazedonien, wird viel später als Republik Mazedonien unabhängig werden.)
• 1914–1918: Im Ersten Weltkrieg ist Vardar-Mazedonien von bulgarischen Truppen besetzt.
• 1918–1941: Vardar-Mazedonien wird Teil des Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Königreich Jugoslawien).
1991: Staatliche Unabhängigkeit infolge des Zerfalls Jugoslawiens, Namens- und Symbolstreit mit Griechenland.
• 1993: Aufnahme in die Vereinten Nationen (gleichzeitig konkludente Anerkennung durch die meisten EG-Staaten) unter dem Namen „Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien“ bzw. „EJRM“ (englisch Former Yugoslav Republic of Macedonia oder abgekürzt F. Y. R. O. M. bzw. FYROM). [2] [3].
• 1999: Aufnahme und Versorgung hunderttausender albanischer Flüchtlinge aus dem Kosovo.
• 2001: Innenpolitische Krise, bürgerkriegsähnlicher Aufstand albanischer Nationalisten.
• 2001: Rahmenabkommen von Ohrid.
• 2004: Übergabe des offiziellen EU-Beitrittsgesuches[4] am 22. März 2004.
• 2005: Verleihung des EU-Kandidatenstatus an Mazedonien im Dezember.
Innenpolitik
Die Innenpolitik war in den letzten Jahren vor allem durch Konflikte zwischen den beiden größten Nationalitäten geprägt, den Mazedoniern und den Albanern.
Außenpolitik
Die Außenpolitik Mazedoniens ist stark durch die Bemühungen geprägt, Mitglied der NATO und der EU zu werden. Aufgrund der bisherigen Fortschritte könnte ein EU-Beitritt in den nächsten 5 Jahren vollzogen werden. Allerdings widersetzt sich der Nachbar Griechenland gegen die Aufnahme Mazedoniens unter dem Namen Republik Mazedonien.

Griechenland sieht sich als alleiniger Erbe des antiken Staats Makedonien. Daraus resultieren Streitigkeiten bezüglich der Geschichte und des Namens. Griechenland beansprucht den Namen „Mazedonien“ für sich, da es in Griechenland eine Region Makedonien gibt Damit verknüpft ist das Problem, dass sowohl Mazedonien[5] als auch Griechenland Alexander den Großen als makedonischen König geschichtlich beanspruchen. Aufgrund der Teilung Mazedoniens 1913 haben sowohl die Republik als auch Griechenland einen Anspruch auf den Namen.
Ein anderer Streit zwischen Griechenland und Mazedonien konnte beigelegt werden: Der sechzehnstrahlige Stern von Vergina (Vergina-Sonne) war ein Symbol des antiken makedonischen Staates. Griechenland akzeptierte dessen ursprüngliche Verwendung in der Flagge Mazedoniens nicht, worauf Mazedonien, von Griechenland wirtschaftlich unter Druck gesetzt, die Flagge änderte.
Bulgarien hat als erstes Land die Unabhängigkeit der Republik Mazedonien anerkannt. Bulgarien hat es jedoch lange abgelehnt, die Existenz einer separaten mazedonischen Nation und einer separaten mazedonischen Sprache anzuerkennen. Das führt bei der Vertragsunterzeichnung zwischen beiden Ländern zu einigen Komplikationen.
Die Republik Mazedonien hat sehr gute Beziehungen zu Bulgarien auf politischem, wirtschaftlichem und militärischem Gebiet. Die Regierungen beider Länder arbeiten daran, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Bulgarien unterstützt auch die Aufnahme Mazedoniens in die EU. Bulgarien hat der mazedonischen Armee Panzer und Militärtechnologie geschenkt.
Mittlerweile haben 121 Staaten, darunter auch die Türkei, Russland, China und Kanada erklärt, im bilateralen Verkehr den verfassungsmäßigen Namen Mazedoniens zu verwenden. Die Regelung über den völkerrechtlich anerkannten Namen bleibt davon unberührt.
Albanien verlangt die Wahrung der Rechte der albanischen Minderheit in Mazedonien. In Albanien wiederum existiert eine mazedonische Minderheit im Prespa-Seengebiet, die eine mazedonischsprachige Schule besuchen dürfen. Seit kurzem haben die Mazedonier Albaniens eine eigene politische Partei gegründet.
Die angestrebten Beitritte zu NATO und EU sind zentrale Themen der mazedonischen Außenpolitik.

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Alexander der grosse

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