Griechenland sieht sich als alleiniger
Erbe des antiken Staats Makedonien. Daraus resultieren Streitigkeiten bezüglich
der Geschichte und des Namens. Griechenland beansprucht den Namen „Mazedonien“
für sich, da es in Griechenland eine Region Makedonien gibt Damit verknüpft
ist das Problem, dass sowohl Mazedonien[5] als auch Griechenland Alexander den
Großen als makedonischen König geschichtlich beanspruchen. Aufgrund
der Teilung Mazedoniens 1913 haben sowohl die Republik als auch Griechenland
einen Anspruch auf den Namen.
Ein anderer Streit zwischen Griechenland und Mazedonien konnte beigelegt werden:
Der sechzehnstrahlige Stern von Vergina (Vergina-Sonne) war ein Symbol des antiken
makedonischen Staates. Griechenland akzeptierte dessen ursprüngliche Verwendung
in der Flagge Mazedoniens nicht, worauf Mazedonien, von Griechenland wirtschaftlich
unter Druck gesetzt, die Flagge änderte.
Bulgarien hat als erstes Land die Unabhängigkeit der Republik Mazedonien
anerkannt. Bulgarien hat es jedoch lange abgelehnt, die Existenz einer separaten
mazedonischen Nation und einer separaten mazedonischen Sprache anzuerkennen.
Das führt bei der Vertragsunterzeichnung zwischen beiden Ländern zu
einigen Komplikationen.
Die Republik Mazedonien hat sehr gute Beziehungen zu Bulgarien auf politischem,
wirtschaftlichem und militärischem Gebiet. Die Regierungen beider Länder
arbeiten daran, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Bulgarien unterstützt
auch die Aufnahme Mazedoniens in die EU. Bulgarien hat der mazedonischen Armee
Panzer und Militärtechnologie geschenkt.
Mittlerweile haben 121 Staaten, darunter auch die Türkei, Russland, China
und Kanada erklärt, im bilateralen Verkehr den verfassungsmäßigen
Namen Mazedoniens zu verwenden. Die Regelung über den völkerrechtlich
anerkannten Namen bleibt davon unberührt.
Albanien verlangt die Wahrung der Rechte der albanischen Minderheit in Mazedonien.
In Albanien wiederum existiert eine mazedonische Minderheit im Prespa-Seengebiet,
die eine mazedonischsprachige Schule besuchen dürfen. Seit kurzem haben
die Mazedonier Albaniens eine eigene politische Partei gegründet.
Die angestrebten Beitritte zu NATO und EU sind zentrale Themen der mazedonischen
Außenpolitik.