Phoenix
Bereits in der ägyptischen Mythologie
gibt es Benu, meist dargestellt in Form eines Reihers, der im Abstand von mehreren
hundert Jahren erscheint, bei Sonnenaufgang in der Glut der Morgenröte
verbrennt und aus seiner Asche verjüngt wieder aufersteht. Im Antiken Griechenland
wurde er als Phönix überliefert.
In der Zeit des Hellenismus herrschte die Vorstellung, der Phönix sei aus
der Asche des Osiris oder seinen sterblichen Überresten hervorgegangen
und erreiche ein hohes Alter von ungefähr 300–500 Jahren. Nach dieser
Vorstellung baut er am Ende seines Lebens ein Nest, setzt sich hinein und verbrennt.
Nach Erlöschen der Flammen bleibt ein Ei zurück, aus dem nach kurzer
Zeit ein neuer Phönix schlüpft.
Eine zweite Variante dieser Sage berichtet, dass der rot- und
goldfarbene Vogel alle 500 Jahre einmal nach Heliopolis kommt, jeweils am Todestag
seines Vaters. Aus Weihrauch formt er dann ein Ei, das von der Größe
her die Leiche seines Vaters aufnehmen kann. Dieses Ei trägt der Benu dann
in den Tempel von Heliopolis, wo es feierlich begraben wird.